AKW Neckarwestheim
Zu den zwei Blöcken des Atomkraftwerks, das südlich von Heilbronn direkt am Neckar liegt, kam im Jahr 2006 ein neues Zwischenlager hinzu. Die beiden Druckwasserreaktoren betreibt inzwischen die Energie Baden-Württemberg (EnBW). Sie erbringen 855 und 1 365 MW Nennleistung. Der erste Reaktor erzeugt seit 1976 Strom, der zweite seit 1989 – als einziges AKW in Deutschland auch mit einer speziellen Frequenz für die Deutsche Bahn AG.
Aufgrund der geologischen Beschaffenheit des Untergrunds ist die Standsicherheit des AKWs höchst umstritten, Hohlräume könnten einbrechen und Erdbeben verstärken.
Die EnBW möchte Strommengen von Block II auf Block I übertragen, weil Block I nur noch eine geringe Reststrommenge zur Verfügung steht. Dies wurde vom Bundesumweltministerium abgelehnt, da der erste Block I noch unsicherer ist als der zweite Block. Die EnBW klagt gegen diesen Bescheid eim VGH Mannheim. Um Block I weiter am Netz halten zu können hat die EnBW den Betrieb von Block I stark gedrosselt. Die Laufzeit von Block II endet 2021.
Ein BUND-Hintergrund zum AKW Neckarwestheim I stellt die Probleme und Risiken ausführlich vor.
