BUNDjugend Hessen  

Was war das Besondere?

Auf dieser Sommerakademie begegneten sich junge Erwachsene zwischen 16 und 27 Jahren, die sich fürs Thema Nachhaltigkeit interessierten, und setzten sich mit konkreten Fragen aus einem Biosphärenreservat (in Baden-Württemberg: Biosphärengebiet) auseinander. Mit dabei waren Studierende verschiedenster Fächer, Oberstufenschüler*innen, Azubis und Berufsanfänger*innen „grüner“ Berufsgruppen, FÖJler*innen usw. Alle Teilnehmer*innen trafen sich 6 Tage lang in einem einfach ausgestatteten Seminarhaus, wo sie nebenbei die ganze Zeit sehr lecker bekocht (bio, regional, vegetarisch, fair!) und verpflegt wurden.

Die Sommerakademie wurde von einem bunten Team geleitet: Mitarbeiter*innen der Hochschule für Wirtschaft und Umwelt sowie Haupt- und Ehrenamtliche der BUNDjugend. Das Team vervollständigen Bildungspartnerinnen aus dem Biosphärengebiet vor Ort, die zum Beispiel Schafe züchten, Wolle handwerklich verarbeiten und vermarkten oder in verschiedenen regionalen Initiativen und Projekten engagiert sind – und damit also richtige Expertinnen für die Praxis sind!

Externe Referent*innen und Praxisexpert*innen ergänzten das Programm. Dieses bestand nicht nur aus wissenschaftlichen Beiträgen, gemeinsamen Diskussionen oder Kleingruppenarbeiten. Es gab auch Exkursionen und Wanderungen sowie ganz praktisch-handfeste Angebote. Nicht zuletzt gab es außerdem ein abwechslungsreiches Abendprogramm und eine gute Gruppenatmosphäre. Beste Voraussetzungen zum nachdenken, diskutieren, ausprobieren, anpacken…

Thema 2017

Grundsätzlich geht es auf unseren Sommerakademien zu Themen des Naturschutzes und der Nachhaltigen Entwicklung um die Frage, wie Natur- und Kulturlandschaften erhalten und nachhaltig bewirtschaftet werden können. Wir werfen dabei einen Blick auf die Menschen hinter den Landschaften, also z.B. auf Landwirt*innen, Schäfer*innen, Unternehmer*innen etc.. Dabei beschäftigen wir uns auch mit Rahmenbedinungen und Interessenkonflikten – sowie Lösungsansätzen. Nebenbei erfahren die Teilnehmer*innen aber auch viel über Biosphärenreservate und über Artenvielfalt, und außerdem setzen sie sich kritisch mit dem Konzept der Nachhaltigen Entwicklung auseinander.

Es geht somit auch um Lebens- und Geschäftsmodelle, die Menschen hinter den Landschaften, Herausforderungen und Konflikte. Letztlich geht es auch immer um die Frage, was wir selbst tun können.

Programm

Das Programm ist sehr abwechslungsreich gestaltet, was die verschiedenen Methoden aber auch die Perspektivenvielfalt angeht!

Expert*innenimpulse u.a. zu Nachhaltiger Entwicklung, Landwirtschaft und Artenschutz

Exkursionen im Biosphärengebiet Schwäbische Alb

  • Führung im Biosphärenzentrum (Julia Menold u.a., Geschäftstelle Biosphärengebiet Schwäbische Alb)
  • Schafwanderung mit Waldschafen, Krainer Steinschafen und den Hütehündinnen Ronja und Emmi (Barbara Zeppenfeld, ArcheSchäferei)
  • Betriebsführung bei Lauterbacher Alb-Feld-Früchte
  • Besuch bei SchwörerHaus und Führung zu Nachhaltigkeit
  • Wanderung am Rand der Kernzone mit Förster Rupert Rosenstock

Praktisches

  • Einführung in die handwerkliche Wollverarbeitung und Regionalvermarktung – theoretisch und praktisch!
  • Konkrete Naturerfahrungen vor Ort

Diskussion und Reflexion

  • Fachgespräche mit Martina Braun, Mitglied des baden-württembergischen Landtags (Grüne), Gebhard Aierstock (Kreisbauernverband Reutlingen) und Gottfried May-Stürmer (BUND Landesverband Baden-Württemberg)
  • Brückenschlag vom konkreten Thema Kulturlandschaftserhaltung zu gesamtgesellschaftlichen Zusammenhängen, politischen Rahmenbedingungen und zum globalen Leitbild Nachhaltige Entwicklung.
  • Grübeln im Grünen
  • Was kann ich selbst tun? Eigene Gestaltungsmöglichkeiten entdecken, reflektieren und wahrnehmen…

Abendangebote

  • Filzen und weitere Angebote

Inhalte zum Download/Dokumentation

Mitwirkende

Die Sommerakademien werden im Rahmen eines interdisziplinären BNE-Kooperationsprojekts konzipiert und durchgeführt. Folgende Einrichtungen und Personen sind beteiligt:

von der Hochschule für Wirtschaft und Umwelt:

von der BUNDjugend Baden-Württemberg:

Bildungspartnerinnen aus dem Biosphärengebiet Schwäbische Alb:

In Kooperation mit dem Biosphärengebiet Schwäbische Alb

Externe Mitwirkende und Referent*innen auf der Sommerakademie 2017:

  • Sandra Weithmann und Iris Steitz, Universität Ulm (Biodiversitäts-Exploratorien)
  • Barbara Zeppenfeld (ArcheSchäferei)
  • Woldemar Mammel, Albleisa
  • Gottfried May-Stürmer, BUND Landesverband Baden-Württemberg
  • Gebhard Aierstock, Vorsitzender des Kreisbauernverbands Reutlingen
  • Martina Braun, MdL (Grüne)
  • u.a.

Und nicht zu vergessen: das leckere Essen!

Während der Sommerakademie bekocht uns lecker vegetarisch, regional und bio sowie mit viel Kreativität und Leidenschaft Claudia Kraus (Tänzerin und Köchin).

Ansprechpartnerin

Jana Schoor, Jugendbildungsreferentin
jana.schoor@bundjugend-bw.de, 0711/619 70-23

Kosten

Ein Großteil der Kosten für die Veranstaltung wurde von der Stiftung Naturschutzfonds Baden-Württemberg finanziert. Daher betrug der Teilnahmebeitrag für Übernachtung, Vollverpflegung und Programm nur 150,– € pro Person. Die Kosten für die An- und Abreise mussten selbst übernommen werden.

Förderung

Die Sommerakademien für Naturschutz und Nachhaltige Entwicklung sowie das Kooperationsprojekt zur Initierung der Akademien („Sommerakademien für Naturschutz und Nachhaltige Entwicklung in baden-württembergischen Großschutzgebieten“) werden von der Stiftung Naturschutzfonds Baden-Württemberg gefördert.

Kooperation

Wir veranstalten die Sommerakademie in Kooperation mit der Koordinationsstelle Wirtschaft und Umwelt an der HfWU (seit 2018 Zentrum für Nachhaltige Entwicklung, ZNE).

Außerdem als Kooperationspartner dabei ist das Biosphärengebiet Schwäbische Alb.