BUNDjugend Baden-Württemberg  

Dokumentation der Sommerakademie 2014

Die Sommerakademie zum Thema Wie viel ist genug? Suffizienzstrategien in sommerakademie-2014-doku-gruppenbildeiner nachhaltigen Entwicklung hat vom 13. bis 19. September in St. Georgen in Schwarzwald stattgefunden. Auf dieser Seite findet sich eine ausführliche Dokumentation der Veranstaltung mit Beiträgen der Referent*innen zum Download.

Infos zu unserer aktuellen Sommerakademie gibt es immer unter www.bundjugend-bw.de/sommerakademie.

Suffizienzstrategien in einer Nachhaltigen Entwicklung

Vom 13.-19. September 2014 rauchten im schönen Seminarhaus Naturkolleg Hirzwald im herbstlichen St. Georgen im Schwarzwald 24 Studierenden verschiedener Disziplinen die Köpfe. Als Teilnehmer*innen der landesweiten Sommerakademie der BUNDjugend und der Hochschule für Wirtschaft und Umwelt (HfWU) haben sie sich sieben Tage lang mit einem Thema beschäftigt, um das andere lieber einen Bogen machen: Es ging um Suffizienz.

Suffizsommerakademie-2014-doku-bild1ienz zielt darauf ab, den Ressourcenverbrauch und die Nachfrage nach Gütern durch Verhaltensänderungen und soziale Innovationen zu senken sowie Rahmenbedingungen zu  schaffen, die suffizientes Verhalten ermöglichen und fördern. Es geht zentral um die Frage: „Wieviel ist genug?

Passend zum Schwerpunktthema der BUNDjugend 2014 und 2014, Suffizienz/Klimaschutz, setzten sich die Studierenden aus unterschiedlichen Blickwinkeln kritisch mit verschiedenen Fragen auseinander: Aus welchen Gründen reichen Effizienzsteigerungen und technische Lösungen voraussichtlich nicht, um die ökologisch-soziale Transformation unserer Gesellschaft voranzubringen, die nötig ist, um eine weitere Verschärfung der Klimakrise zu verhindern? Welche Auswirkungen hat unsere derzeitige Konsumgesellschaft auf uns selbst und andere Regionen dieser Erde? Welche konkreten Maßnahmen könnten zu mehr Güter-, Zeit und Beziehungswohlstand führen und ein besseres Leben für alle Menschen weltweit ermöglichen? Was bedeuten diese Fragen für eine wachstumsorientierte Wirtschaft – und welche alternativen Lösungsansätze gibt es?

Die Studierenden verließen die Akademie mit vielen weiteren Fragen aber auch mit der klaren Erkenntnis, dass die Auseinandersetzung mit dem Thema Suffizienz sowohl wissenschaftlich als auch gesellschaftspolitisch notwendig ist, um gemeinsam Lösungen für die bestehenden globalen ökologischen und sozialen Herausforderungen entwickeln zu können.

Programm

In Form von Vorträgen und Diskussionen mit verschiedenen Referent*innen, sommerakademie-2014-doku-bild3Kleingruppenarbeiten, Textarbeiten, Exkursionen und Spielen setzten sich die Studierenden intensiv mit dem Suffizienz auseinander: Nach einer Einführung ins Thema Nachhaltige Entwicklung und die drei Strategien Effizienz, Konsistenz und Suffizienz standen zunächst mögliche Begründungen von Suffizienz-Strategien im Vordergrund. Auch Gründe, die dagegen sprechen, wurden bearbeitet. Dabei ging es beispielsweise um sogenannte Rebound-Effekte oder pflicht- und tugendethische Begründungen.

Auch suffiziente Lebensstile waren Thema. Aus volkswirtschaftlicher Perspektive beschäftigten sich die Studierenden außerdem mit der Frage, ob dauerhaftes Wirtschaftswachstum möglich und notwendig ist. Die Verantwortung und Möglichkeiten  für Suffizienz von Unternehmen stand genauso im Fokus wie die Chancen und Herausforderungen von Suffizienzstrategien für die Politik und die Zivilgesellschaft.

In einer Diskussionsrunde ging es außerdem mit prominenten Teilnehmer*innen um die Durchstzungsfähigkeit und Kommunikation von Suffizienz: »Suffizienz – lieber nicht darüber sprechen?«.

Die Seminarinhalte konnten bei zwei kleinen Spazirgängen beim »Grübeln im Grünen« vertieft werden. Auch ein abwechslungsreiches Abendprogramm wurde geboten.

Mitwirkende

Die Sommsommerakademie-2014-doku-bild2erakademie haben wir im Rahmen des Projektes Coopération future: Hochschule trifft Jugendverband gemeinsam mit der Hochschule für Wirtschaft und Umwelt konzipiert und durchgeführt.

Konzeption und Leitung

  • Prof Dr. Albrecht Müller, HfWU
  • Hannah Seyfang, HfWU
  • Isabell Alsheimer, BUNDjugend Baden-Württemberg
  • Katharina Ebinger, BUNDjugend Baden Württemberg

Referent*innen und Mitwirkende

  • Prof. Dr. Angelika Zahrnt, Volkswirtin, BUND-Ehrenvorsitzende
  • Dr. Uta Eser, HfWU Nürtingen-Geislingen
  • Saron Cabero, Universität Tübingen
  • Boris Inti Chamani Velasco, Universität Tübingen
  • Dr. Brigitte Dahlbender, BUND Landesverband Baden-Württemberg
  • Dr. Christian Eichert, Bioland e.V. Baden-Württemberg und Arbeitsgemeinschaft ökologischer Landbau e.V. Baden-Württemberg
  • Prof. Dr. Klaus Gourgé, HfWU
  • Marie-Christine Gröne, Wuppertal Institut für Klima, Umwelt und Energie GmbH
  • Andreas Jung, MdB (CDU), Vorsitzender des Parlamentarischen Beirats für Nachhaltige Entwicklung
  • Dr. Silke Kleinhückelkotten, Ecolog Institut Hannover
  • Chris Kühn, MdB (Bündnis 90/Die Grünen)
  • Dr. Eike Messow, Leiter Nachhaltigkeit der Sto SE & Co. KGaA
  • Prof. Dr. Philipp Paulus, HfWU
  • Marten Runge, HfWU
  • Richard Widmer, Universität Tübingen
  • Reiner Baur, BUNDjugend Baden-Württemberg

Inhalte zum DownloadSommerakademie 2014 Flyer Titel

Beiträge der Referent*innen

Die Sommerakademie wurde von der Stiftung Naturschutzfonds aus Mitteln der Glücksspirale gefördert.

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